Sderot

Meine bisher praegendste Erfahrung hatte ich in Sderot am Mittwoch, ungefaehr anderthalb Kilometer von Gaza entfernt. Eine Stadt unter taeglichen Raketenbeschuss. Etwa 19 000 Juden und eine kleine Minderheit von Arabern und Christen leben dort unter schaerfsten Bedingungen.

Ich bin angereist mit zwei weiteren Freiwilligen und erreichte das Zentrum morgens um 10;00. Mein erster Eindruck war überascht von der Normalität und nicht schockiert, da es einen Markt mit Schwarma, Falafel und Cola gab, sowie auch Menschen durch die Strassen schlenderten. Nichts ungewoehnliches. Doch schon beim Ausstieg aus dem Bus wunderte ich mich ueber die Bushaltestellen, die doch sehr feste Waende und nur einen kleinen Eingang aufwiesen.
Je mehr man sich in der Stadt aufhielt, desto ungewoehnlicher war die Stadt und unangenehmer fuehlte man sich. Die Menschen schlenderten nicht durch die Strassen, sondern liefen vielmehr gestresst und um sich schauend durch die Stadt, da man gerade Mal 15 sec nach Ankuendigung einer kommenden Rakete hat, um sich in einen Bunker/Bushaltestelle zu fluechten. Jedes Haus besitzt einen eigenen Bunker, teilweise von der Strasse einsehbar und auch ein wenig dekoriert. Synagogen eigens in einen Bunker verwandelt, um bei einem Anschlag nicht gestoert zu werden. Skurilitaeten wo man auch nur hinschaut. Ein Basketballplatz ueberdacht mit einem Betondach, das vor Raketen schuetzen soll, doch das absurdeste war ein Spielplatz, der eine lange Betonschlange von etwa 20 Metern hatte. Bunt angemalt und von aussen sehr passend in den Spielplatz integriert, koennte dieser Tische oder andere Sachen beherbergen. Doch auch dies ein Bunker, da ein beliebtes Ziel der Hamas Kinder sind. So werden haeufig Raketen morgens vor Schulbeginn oder nach Schulende abgeschossen.

Ich war froh nach mehreren Stunden in Sderot wieder im Bus nach Tel Aviv zu sitzen. Eine Fahrstunde entfernt und doch in einer anderen Welt.

Moreschet

Nach langer Zeit berichte ich nun auch Mal wieder….aber was ist bisher geschehen?!

Das jüdische Faschingsfest fand im Februar statt und es entstanden wilde Parties in Tel Aviv und im Kibbuz!

Ein paar kleine Fotos…

Netzarim-Kreuzung

„Geschichte

Nach der Eroberung des Gazastreifens während des Sechstagekrieges (1967) durch Bodenstreitkräfte der israelischen Armee wurde der Ort Netzarim am Abend des Purim-Festes 1972 von Nahal-Mitgliedern der zionistischen Jugendorganisation HaSchomer HaTzair gegründet. 1984 wurde der Ort in eine zivile Siedlung umgewandelt und es entstand in der Folge ein national-religiös ausgerichteter Kibbuz.

Netzarim war zum großen Teil von jüdischen Siedlern bewohnt, die die Besiedlung des Gazastreifens als ihre Pflicht ansahen und das Gebiet unter keinen Umständen verlassen wollten. Bis August 2005 lebten 60 Familien mit mehr als 400 Menschen in der Siedlung.

Die Siedlung und die nahe Straßenkreuzung (engl. „Netzarim junction“) (31° 27′ 53″ N, 34° 25′ 37″ O31.46472222222234.427) waren häufiger Schauplatz blutiger Zusammenstöße. So wurde beispielsweise an der etwa zwei Kilometer südöstlich von Netzarim gelegenen Kreuzung am 27. September 2000 eine israelische Militärpatrouille von palästinensischen Scharfschützen angegriffen und dabei ein israelischer Soldat getötet.[1] Besondere, weltweite Aufmerksamkeit erregte dann jedoch ein Zwischenfall zu Beginn der Zweiten Intifada, bei dem drei Tage später, am 30. September 2000, an derselben Kreuzung der zwölfjährige palästinensische Junge Muhammad al-Durrah vor laufender Kamera des für France 2 arbeitenden palästinensischen Kameramanns Talal Abu Rahme angeblich erschossen wurde.[2][3][4][5]

Im Rahmen des vollständigen Rückzugs Israels aus dem Gazastreifen wurde Netzarim am 22. August 2005 als letzte jüdische Siedlung im Gazastreifen geräumt. Nach Abzug aller israelischen Soldaten begannen die Palästinenser mit dem Abriss von Häusern und Synagogen in den einst jüdischen Siedlungen. Laut AFP-Berichten rückte am 12. September 2005 eine Planierraupe in die Siedlung Netzarim ein, um die Synagoge einzureißen, die palästinensische Jugendliche zuvor in Brand gesteckt hatten.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Netzarim

Als kleine Notiz:

Wenn die Palästinenser die Waffen niederlegen würden -> Kein Krieg!

Wenn Israel die Waffen niederlegen würden -> Krieg

Jetzt zum Film.

Konflikt

Ein Bericht, der einen zum Nachdenken anregt und viele Seiten in dem Konflikt zeigt….

Totes Meer

Ein schönes Foto vom Plateau des Berges Mezzada auf das Tote Meer….unbeschreiblich!